Peter Pechmann AI Research trifft Kunst

Mensch und Maschine können gemeinsam wachsen.

Ich entwickle KI-Systeme und mache sichtbar, wie Maschinen lernen, lesen und Bedeutung ordnen. Meine Arbeiten laden dazu ein, künstlicher Intelligenz mit Neugier zu begegnen.

Haltung

Über KI wird oft gesprochen wie über eine dunkle Kiste, die uns eines Tages überholt. Dabei lässt sich vieles von dem, was in ihr geschieht, beobachten, nachvollziehen und sogar hören. Wer hineinsieht, hat weniger Grund zur Sorge.

Ein Netz macht Fehler und lernt daraus. Ein Sprachmodell zerlegt Sätze in Bruchstücke und verwandelt Wörter in Zahlen. Meine Arbeiten zeigen diese Vorgänge so, dass man sie mit den Sinnen erfassen kann.

Maschinen lernen von uns, aus unseren Texten, Bildern und Entscheidungen. Wir lernen an ihnen etwas über Sprache, Bedeutung und unser eigenes Denken. Diese Beziehung wird nie fertig. Sie entwickelt sich mit jeder Begegnung weiter, und wie sie weitergeht, können wir gestalten: mit Sorgfalt, Offenheit und Freude am Entdecken.

Innenansichten

Drei Blicke in das Innere von KI-Modellen. Jede Arbeit läuft im Browser und rechnet live auf dem eigenen Gerät. Der Klang entsteht in jedem Moment neu.

Abstieg: links ein Kreis mit zwei ineinander gewundenen Punktspiralen und einer grünen Trennlinie, rechts die Verlustlandschaft als Punktfeld mit einem grün leuchtenden Lichtpunkt am Ende seiner Spur.

Der Abstieg, 2026

Generative Arbeit im Browser
Neuronales Netz, Echtzeitgrafik, Klang
Dauer variabel

Ein kleines neuronales Netz lernt live im Browser. Seine Fehler bilden eine Landschaft, durch die ein Lichtpunkt geduldig bergab sucht. Ein Ton folgt dem Fehlerwert und wird ruhiger, je mehr das Netz versteht.

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Neighbourhoods: das Wort „rain“ als heller Stern in einem dunklen Sternenfeld, verbunden mit rosa beschrifteten Nachbarn wie rainy, downpour, puddle und thunderstorm.

Neighbourhoods, 2025

Interaktive Arbeit im Browser
Sprachmodell, Echtzeitgrafik, Klang
Dauer variabel

Ein eingegebenes Wort findet seinen Platz in einem Raum aus zweitausend Wörtern. Seine nächsten Nachbarn leuchten auf, und ihre Abstände erklingen als Akkord. So wird sichtbar und hörbar, wie eine Maschine Bedeutung ordnet. Die Eingaben verlassen das Gerät nicht.

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Türhüter: Kafkas Text „Vor dem Gesetz“ oben links, darunter fallen Tokens als Blöcke und stapeln sich zu Schichten, Wortanfänge in Gelb.

Türhüter. Wie eine Maschine liest, 2024

Interaktive Arbeit im Browser
Tokenizer, Echtzeitgrafik, Klang
Dauer variabel

Ein Text zerfällt in Tokens, die Bruchstücke, mit denen ein Sprachmodell liest. Jedes Token sinkt als Block in den Raum und erklingt als kurzer Ton. Ausgangspunkt ist Kafkas Parabel „Vor dem Gesetz“. Dabei zeigt sich, warum eine Maschine manche Wörter anders sieht als wir.

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Über

Peter Pechmann entwickelt und trainiert KI-Systeme und beschäftigt sich damit, wie Sprachmodelle lesen, urteilen und Fehler machen.

Seit 2024 übersetzt er diesen Blick ins Innere der Modelle in künstlerische Arbeiten, die im Browser laufen und die man sehen, hören und selbst ausprobieren kann.